mein Geburtsbericht darüber, wie ich 
ganz selbstbestimmt, mit der Kraft 
meiner Gedanken und meines eigenen 
Körpers, mit dem Vertrauen auf meine 
Intuition zuhause mein Sternenkind 
geboren habe

MEIN GEBURTSBERICHT DARÜBER, WIE ICH GANZ SELBSTBESTIMMT, MIT DER KRAFT MEINER GEDANKEN UND MEINES EIGENEN KÖRPERS, MIT DEM VERTRAUEN AUF MEINE INTUITION ZUHAUSE MEIN STERNENKIND GEBOREN HABE

Weil ich finde, dass viel zu wenig drüber gesprochen wird generell, dass es ein Tabuthema ist und immer wenn ich über meine Sternenkinder sprechen darf habe ich auch einfach die Möglichkeit, sie ein Stück lebendig werden zu lassen. Sie sind ein Teil unseres Lebens, meines Lebens und man bekommt so selten die Gelegenheit drüber zu sprechen und deswegen bin ich dankbar dafür.

Alle diejenigen jetzt irgendwie auf eine Trigger-Warnung warten oder denken es wird ein super krasser Bericht, denen versuche ich jetzt ein wenig die Angst zu nehmen 

Mir tut es einfach gut drüber zu sprechen, für meinen eigenen Verarbeitungsprozess, aber auch um andere da draußen zu unterstützen.

Ich habe meine 5. Schwangerschaft von Anfang an auf Instagram geteilt und habe mich dann auch dazu entschlossen, als dann die Diagnose kam, dass sich das Baby nicht weiterentwickelt hat, auch das zu teilen und andere an diesem Prozess auch sehr detailliert teilhaben zu lassen. Also falls euch das interessiert, dann folgt mir auch gerne unter Alex.goldenhour.doula.

Fehlgeburt – nicht selbstbestimmt sondern operativ

Ich habe schonmal ein Kind verloren. Meine dritte Schwangerschaft war eine Eileiterschwangerschaft, die sehr riskant in einer Not-OP aufgrund eines geplatzten Eileiters endete. Die Erfahrungen in der Klinik, die begleitenden Kommentare des OP-Teams waren mehr als einschneidend. Es gab keinen Raum für Trauer, keinen Raum für Trost, für Verarbeitung, es gab keine Zeit für gar nichts. es gab vielmehr viele Tränen auf meiner Seite, für die eine OP-Schwester nur die Bemerkung übrig hatte: „Warum weinen Sie denn so? Sie haben doch schon zwei gesunde Kinder (nein, sie wusste nichts von der Krankheitsgeschichte eines unserer Kinder)?“.

Ich war alleine, komplett alleine. Mein Mann war auf Geschäftsreise, die er nicht spontan unterbrechen konnte. Dafür ging alles viel zu schnell. Die „Geburt“ meines ersten Sternenkindes, meines Mädchens-kannst du hier nachlesen.

Erneut die traurige Diagnose-Geburtsbericht zur Kleinen Geburt

Es war klar, dass ich das so nicht noch einmal zulassen werde. Es waren andere Voraussetzungen jetzt bei mir. Ich war in meiner 5. Schwangerschaft als in der 10. Schwangerschaftswoche festgestellt wurde, dass sich der Embryo nicht so entwickelt hat und nicht so ausgehen hat wie es hätte sein sollen. Diagnose: fehlende embryonale Strukturen. Auch diesmal war der Herzschlag wieder intakt, es gab keinen Anlass davon auszugehen dass irgendetwas nicht in Ordnung sei, wobei ich sagen muss: So ein bisschen eine Vorahnung hatte ich irgendwie schon.

Ich wollte das meinem Frauenarzt so erstmal nicht glauben. Auch hier fiel die Diagnose wieder an einem Dienstag. Weil er sich eben auch nicht sicher war. 

Wir hatten eine ßhcG-Verlaufskontrolle gemacht und die Werte waren auch ok und sind kontinuierlich gestiegen.

Was diesmal tatsächlich ungewöhnlich war, war dass der Embryo nie per Vaginalultraschall gefunden werden konnte, dafür aber stets mit einem Bauchdecken-Sono, was für diese Schwangerschaftswoche total seltsam und unnormal ist. 

Auch hier war ich wieder bei einem vertretenden Arzt, der mich nicht kennt und der meinte, ja das kann schonmal passieren. Vielleicht knickt die Gebärmutter nach hinten ab und es kann schon sein, dass es sich da hinten versteckt.

Ich war irgendwie immer skeptisch und habe mir auch gar nicht erlaubt, voll happy zu sein. 

Er betonte wie gesagt er sei nicht sicher, man hat immer noch einen Herzschlag gesehen, aber der Arzt musste lange danach suchen. 

Er meinte dann, alles was wir machen können ist quasi noch eine Woche abwarten und dann nochmal nach der Entwicklung zu schauen und auch den ßhcG abzuklären.

Zu dem Zeitpunkt war ich schon sehr verunsichert und habe mich auch da wieder mit meiner Hebamme beraten und bin auch aus dem Termin raus und habe direkt gesagt, ich brauche eine Zweitmeinung, wusste aber nicht so recht bei wem.

Mit Frauenärzten in dieser Region ist es ungefähr die gleiche Situation wie mit Kliniken, man kriegt keinen Frauenarztwechsel hin, keine Chance. Das gibt es einfach nicht. Niemand nimmt neue Patienten auf.

Meine Hebamme hatte dann die Idee, dass wir unseren, seit lange Jahren bekannten und vertrauten Pränataldiagnostiker aufsuchen und ich wunderte über mich selbst, warum ich da nicht eher auf die Idee gekommen bin. Ich rief diesen also direkt abends an und schilderte ihm die Diagnose und sagte ihm er würde mir einen Riesen Gefallen tun, wenn er kurz draufschauen könnte, weil ich ungerne noch eine Woche mit dieser Ungewissheit verbringen wollte. 

Ich bekam tatsächlich für den Folgetag einen Termin und ging dorthin und er bestätigte mir, dass das Baby gestorben war, erkannte keinen Herzschlag mehr und auch, dass embryonale Strukturen fehlten.

In mir war direkt die Gewissheit, dass mich nichts und niemand so schnell wieder in eine Klinik bringen würde und ich informierte mich, ob ich dieses Baby auch auf natürlichem Weg selbst würde gebären dürfen. Und es stellte isch heraus, dass diese Möglichkeit sehr wohl besteht – auch wenn sie mir niemand mitgeteilt hat. Aber ich wurde großartig unterstützt und es gab auch einen Vertrauensvorsprung vom Frauenarzt, dass wir vorerst noch einige Wochen abwarten könnten und schauen, ob mein Körper das aus eigener Kraft schafft.

Warten auf die Geburt

Nach drei Wochen in denen nichts weiter passierte außer meiner aktiven Verarbeitung, habe ich selbst auch nochmal den Druck rausgenommen. Ich hatte noch ein sehr wichtiges, klärendes Gespräch mit meinem Mann, denn ich hatte die zweite Verlängerung vom Gynäkologen erhalten und aber nicht gar nicht richtig mit ihm besprochen, wie er das überhaupt findet, dass ich es nach wie vor alleine durchziehen wollte auf natürliche Art. Natürlich hatten wir da oft drüber gesprochen, aber wir haben es im Alltag-vor allem der Kinder zuliebe (die natürlich Bescheid wussten, aber die wir da jetzt nicht jeden Tag mit belasten wollten) nicht ständig thematisiert. 

Ich wusste gar nicht, ob ihm das recht war oder er sich Sorgen machte oder oder. 

Wir haben das dann in einem XXL-Waldspaziergang geklärt und er hat mir sein Vertrauen in mich und mein Körpergefühl ausgedrückt und mich auch nochmal daran erinnert, wie das alles mit der letzten Geburt abgelaufen ist, bei der ich auch so sehr mit mir im Vertrauen war, dass ich jederzeit wusste was los ist und was mir fehlt und einfach so, dass ich das ganz gut einschätzen konnte und erst als ich dieses Gespräch nochmal mit ihm geführt hatte und diese Rückversicherung hatte, dass er mein Vorhaben unterstützt und es gut findet, ging es quasi mit der Kleinen Geburt los. 

Ich hatte mir sehr viele Gedanken darüber gemacht, wie es mir geht wenn es losgeht. Mir hatte eine Doula angeboten, mich dabei zu fotografieren, damit ich eine Erinnerung habe für später und es war also so, dass es mittwochs nachmittags losging. Und zwar ging es mittwochs nachmittags los indem sich der Schleimpfropf löste. Das hatte ich bisher bei keiner meiner Geburten erlebt und ich war Totals verunsichert und habe mich gefragt ob es das jetzt schon war, denn ich hatte ja gar keine Erfahrung. Ich wusste nicht, ob ich zu gegebenem Zeitpunkt weiß wann es geboren ist. Kriege ich das mit? Merke ich das? Sehe ich das? Erkenne ich das? Die Sorge habe ich mir halt auch gemacht. Werde ich es überhaupt als solches identifizieren können? Woher weiß ich, wann die Geburt beendet ist? Auch da habe ich mich schlau gemacht. Das kann man tatsächlich so in ganz vielen Fällen wohl auch gar nicht so eindeutig sagen, weil es ganz oft auch so ist, dass auch tatsächlich noch Gewebereste verbleiben über Wochen und manchmal auch über Monate noch abgehen und es eigentlich nur per Ultraschall feststellbar ist, ob und wie viel noch übrig ist und ganz oft ganz viel einfach mit der nächsten Monatsblutung noch abgeht. 

Nach dem Schleimpfropf-Abgang habe ich mit meiner Hebamme telefoniert und ihr das beschrieben und Konsistenz und Menge erklärt und sie meinte dann es sei der Schleimpfropf und dann wusste ich: Ok, dann gehts jetzt irgendwie los. 

Hab dann nochmal schnell nen Wocheneinkauf gemacht für die Familie, damit die versorgt sind und hab mich dann aber komplett zurückgezogen. Ich habe mich komplett rausgezogen. Das war auch so abgeklärt mit meinem Mann. Ich hatte mir im Vorfeld eine total sichere Geburtsumgebung geschaffen (in meiner Golden Hour Wunschgeburt-Begleitung zeige ich dir auch gerne, wie das geht.).

Ich hatte mir im Vorfeld sehr lange Gedanken darüber gemacht und auch manifestiert, wo ich das Kind zur Welt bringen wollte und hatte alles für eine kleine Hausgeburt vorbereitet. Die Liste findet ihr in diesem Reel auf IG

Wie ich erfuhr, dass ich mir meinen Wunsch-Geburtsort selbst visualisieren kann

Mein Geburtsort sollte die heimische Badewanne sein.

Ursprünglich war meine Idee und mein Wunsch eigentlich, dass ich im Wlad gebären möchte, aber ich wusste, dass das keine so gute Idee ist, unberechenbarer Blutverlust, Verantwortung meiner Familie gegenüber, haben mich von dieser Idee Abstand nehmen lassen. Ich wollte nicht mitten im Wald umkippen und dort alleine sein, nicht weil ich mich dort nicht frei und sicher gefühlt hätte, aber einfach weil es unverantwortlich gewesen wäre.

Von dem Gedanken Wald hatte ich dann also erstmal Abschied genommen.

Und, soviel kann ich schonmal verraten: Es ist dann auch schlussendlich genau so gekommen wie ich mir das vorgestellt hatte.

Ich habe mir also Badezusätze bereitgelegt, eine Wärmflasche, habe meine persönliche Playlist erstellt mit Lieblingstitel und Meditationen von meiner letzten Geburt und mir ein schönes Tuch und ein T-Shirt von mir bereitgelegt und eine Box in die ich das Kind dann betten wollte.

Und wie gesagt ich wusste ja nicht ob und was ich da schlussendlich in Händen halten würde, ob ich diese Box überhaupt benutzen kann, gebrauchen kann, welche Größe sie haben muss. Ich habe trotzdem alles bereitgestellt. 

Das habe ich schon relativ zu Anfang gemacht und das lag dann ein paar Wochen im Bad im Schrank. 

Nach dem Schleimpfropfabgang ist erstmal nichts passiert. Am nächsten Morgen habe ich dann zu bluten begonnen. Und hatte dann auch richtige Wehen, habe mich in Bad und Wanne eingeschlossen und den ganzen Tag so vor mich hingeweht. Da kam immer wieder schwellartig ein Haufen Blut und ein Haufen Gewebereste. Ich habe dann größere Sachen, also wenn es mir zu viel und zu groß wurde, tatsächlich aufgefangen und aufbewahrt, weil ich mir einfach nicht sicher war und hab’s in den Waschlappen gepackt. Hab’s mir immer intensiv angeschaut. Zwischendurch war ich mal im Bett, wenn es mir nicht so gut ging, oder ich mich ein bisschen ausruhen wollte, aber das ging eigentlich den ganzen Tag so. 

Aber es war dann tatsächlich so viel, dass es im Bett nicht auszuhalten war und bin dann wieder ins Bad.

Nachmittags hatte ich aber dann niemanden für die Kinder, da musste noch mir erst wen organisieren und habe sie dann noch in der Gegend zu lieben Freunden rumgefahren. 

Eins habe ich bei meiner besten Freundin abgeladen, die dann zu mir sagte: „Oh, hui sieht aber scheiße aus!“, aber da ging es ja auch schon den ganzen Tag lang. 

Am Abend hörten die Wehen tatsächlich auf, die Blutungen zwar nicht, aber die Wehen. Es wurde deutlich weniger und es kamen keine Gewebereste mehr. 

Ich dachte tatsächlich, das war’s jetzt und ich hatte mir auch etwas im Waschlappen aufbewahrt von dem ich dachte, vielleicht ist das groß genug, vielleicht war es das jetzt. Gewebereste halt. 

Unsicherheit: Halte ich jetzt tatsächlich mein Baby in Händen?

Ich war schon etwas enttäuscht, weil ich dachte: „Das soll jetzt schon alles gewesen sein?!“

Dann ist es gar nicht so richtig Baby und hätte gar keine Angst davor haben müssen, dass es wie ein Baby aussieht.

Die Nacht war dann komplett ruhig und kurz nach dem Aufstehen am nächsten Morgen hatte ich ganz, ganz üble Wehen. Das ging anderthalb Stunden lang und wirklich so, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe und dann meine erste Schmerztablette genommen habe. 

Tatsächlich konnte ich es nur noch mit Wärmflasche aushalten. Nach anderthalb Stunden war der Zauber dann aber vorbei. Das Ganze war dann vergleichbar mit den Nachwehen beim dritten Kind. 

Und wer das schonmal erlebt hat, der weiß wovon ich spreche. Also solche Nachwehen beim dritten Kind sind schon sehr intensiv, die steigern sich halt auch zunehmend je nach dem wie viele Geburten man erlebt hat. Und ich dachte mir dann, hui das scheint es dann wirklich gewesen zu sein. 

Es ging mir den ganzen Freitag wunderbar und auch den ganzen Samstag. Ich hatte schon alles aufgeräumt und wir hatten sowieso für das Wochenende 2/3 Kinder wegorganisiert und ich hatte mir für abends meine Freundinnen zum Essen eingeladen. Samstag Abend. Ich habe nichts mehr gespürt bis auf den Wochenfluss. Es ging mir prächtig. 

Das „Finale“

Und Samstag kurz vor 7 gehe ich noch schnell ne Hunderunde im Wald bevor meine Freundinnen kommen und merke im Wald (und wir sprechen hier von fünf Minuten), dass da etwas geboren werden möchte. Da kam irgendwas. 

Und ich dachte mir so, was soll denn da jetzt kommen. Und es war dann tatsächlich so, dass ich angehalten habe, weil ich merke da kommt etwas. Und ich war im Wald und merkte: das war etwas ganz Anderes, auch von der Größe her. Und dachte: Das gibts doch nicht, jetzt kriegst du tatsächlich im Wald dein Kind und ich habe kurz überlegt, ob ich es im Wald gebären sollte, weil ich merkte es kam. Ich hatte keine Krämpfe, keine Wehen nichts, und war aber auch nur zwei Minuten von zuhause entfernt. 

Aber da hat dann die Vernunft gesiegt und ich bin schnell nach Hause gegangen, schnurstracks ins Bad und habe es dann dort mit meinen eigenen Händen aufgefangen. 

Ich hatte keine Schmerzen, es wurde in einer intakten Fruchthülle geboren inklusive Plazenta. Das war eindeutig voneinander unterscheidbar. Embryo und Fruchthülle., Es waren gut zwei Hände voll.

Zum einen war ich überfahren und aber zugleich so selig. Ich dachte: das ist der Wahnsinn, der pure Wahnsinn was hier passiert, diese ganze Unsicherheit, diese ganze Vorbereitung. Es ist genauso gekommen wie du dir das gewünscht hast und wie toll das war und was das für eine Erfahrung war, dass ich das ganz allein geschafft habe.

Meine selbstbestimmte Kleine Geburt zuhause

Ich hatte es alleine geschafft. Aus eigener Kraft. Nach drei Kaiserschnitten durfte ich meine erste, selbstbestimmte Spontane Geburt erleben. Ich war erfüllt von Dankbarkeit, ich hätte die ganze Welt umarmen können. In diesem zauberhaften Moment war ich glückserfüllt, auf einer Wolke schwebend habe ich mich wie eine Göttin gefühlt.

Wenn du diese Zeilen liest und dich fragst, ob und wie du das vielleicht auch schaffen kannst, dann lass dir versichert sein: DU KANNST ES. Ich begleite dich gerne dabei! Du musst das nicht alleine durchstehen, du darfst dir Hilfe holen, aber vor allem darfst auch du DEINEN Weg gehen! Mein Weg muss nicht deiner sein! Aber ich bin gerne an deiner Seite, um dich dabei zu unterstützen herauszufinden, welches der richtige Weg für dich ist. Denn nur wenn DU über DEINE Geburt selbst bestimmen darfst, kannst du gestärkt aus dieser hervorgehen!

Schau dir hier gerne an, wie das konkret aussehen könnte.

Fühl dich umarmt und gehalten!

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